Ein Film von Offer Avnon
Der Teufel steckt im Detail
„Der Rhein fließt ins Mittelmeer“ betreibt die Sisyphusarbeit einer Verortung zwischen Philo- und Antisemiten, Bemühten und Gleichgültigen, Erinnerern und Ausblendern. Kein Bild, kein Satz, der nicht mannigfaltige Assoziationen auslöste. Der Teufel steckt im Detail – dafür öffnet dieser Film die Augen."
das kann er nicht
“... Welchen Dialog können Angehörige von Opfern und Tätern miteinander führen? Worum geht es bei der kollektiven Schuld? Wie weit soll sie gehen? Jede Antwort wirft weitere Fragen auf. ... »Der Rhein fließt ins Mittelmeer« ist ein wichtiges Zeugnis einer verblassenden Zeit, doch die Suche nach den versteckten Erinnerungen abschließen, das kann er nicht.”
kontrapunktischen Verschränkung
"Der israelische Eröffnungsfilm „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“ von Offer Avnon übertrug eine der wichtigsten Debatten der Gegenwart in die Sphäre der Kunst und
auf die Leinwand"
"Auch dies ein Film, der mit seiner kunstvollen, kontrapunktischen Verschränkung von Bild und Text auf die große Leinwand gehört. Und das Kino und sein Publikum unwillkürlich im gemeinsamen Diskurs
zusammenschweißt."
Unvereinbarkeiten
„Der absurde und doch treffende Filmtitel „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“ weist auf geografische und mentale Unvereinbarkeiten hin und gibt den Beteiligten dennoch Raum, ihre Erfahrungen oder Interpretation der Geschichte darzulegen."

"Schon wieder ein Film über den Holocaust?"
„Schon wieder ein Film über den Holocaust? Wurde in Claude Lanzmanns Monumentalwerk „Shoah“ (1985) nicht schon alles gesagt, was es zu dem Thema zu sagen gibt? Wer so denkt, sollte sich dringend Offer Avnons Dokumentarfilm ansehen. Darin führt der israelische Regisseur, der zehn Jahre in Deutschland lebte und inzwischen wieder in seiner Geburtsstadt Haifa wohnt, vor Augen, warum die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit nötiger denn je ist – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern leise und nachdenklich seine Umwelt und sich selbst befragend.”
Reflexion
In seinen immer wieder selbstkritischen Bildern fragt der Film nach einer möglichen ‚Normalität‘ nach dem Holocaust und fördert eine Reflexion nicht nur mit bekannten Bildern, sondern auch mit eigenen Verdrängungsmechanismen, Antisemitismen und Rassismen
behutsam
„Wie ein Archäologe dringt Avnon behutsam bis hierhin vor, hakt aber an den kritischen Stellen genau nach.”

