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Vorwort

Eines vorweg: Dies ist kein Versuch, den Film zu er-klären. Das wäre ohnehin unmöglich, denn manche Ebenen bleiben verborgen.

 

Der Film wird jedoch fast ausschließlich in Sondervorführungen mit anschließendem Gespräch oder Diskussion gezeigt. Bevor man überlegt, eine solche Vorführung zu besuchen, bietet es sich an, auf diesem Weg ein oder zwei Dinge zu klären.

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zum Film

1. Geht es in dem Film um die Shoah?

Nicht ganz. Jedenfalls nicht historisch. Auf der Hauptebene beschäftigt sich der Film mit der Shoah, um den Blick auf die Gesellschaft und die Kultur, in der wir leben, und auf uns selbst als Mitglieder der Gruppen, denen wir angehören, zu lenken. Er will überhaupt nicht belehren. Er geht davon aus, dass wir mit dieser Geschichte bereits vertraut sind, oder weckt vielleicht die Neugier, mehr darüber zu erfahren. Was uns Zuschauern am Ende bleibt, so glaube ich, sind weniger Gedanken über vergangene Ereignisse. Spürbar wird vielmehr, dass eine emotionale Last noch immer gegenwärtig ist, ob sie aus uns selbst kommt oder uns von außen mitgegeben wird. Mit ihr stellt sich die Frage nach den eigenen Gefühlen und der eigenen Haltung zur Shoah, und nicht nur zur Shoah.

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